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Hauptfriedhof Hanau - Konflikt ums Kindergrabmal

Kindergrabmal Hanauzoom

Hauptfriedhof Hanau - Konflikt ums Kindergrabmal

Um eines der wenigen Kindergrabmäler in weitem Umkreis entspinnt sich ein Konflikt: Zwölf Jahre nach deren Einrichtung sollen die ersten Gräber neu belegt werden. Außerdem sollen die Reihen-Einzelgräber am Rand der Anlage, die Eltern seit 2005 angelegt haben, nach und nach aufgelöst werden.

 

Werner Gutheil fragt am 13. 5. 2012: Wohin gehen die ersten Schritte?

Sie gehen in die falsch Richtung, weil jede und jeder, weil vor allem Organisationen und Kirchen mitsprechen wollen und dabei die betroffenen Eltern völlig vergessen werden?
Die nachfolgende Dokumentation zeigt deutlich, dass mein Vorschlag für einen Runden Tisch (siehe Mail an OB Kaminsky) unbeachtet blieb, ja sogar abgelehnt wurde (siehe Mail von OB Kaminsky). Im Presseartikel der Frankfurter Rundschau am 12. Mai 2012 hat der Pressesprecher von Stadtrat Weiss-Thiel einen Runden Tisch mit einer Fülle an Vertretern ohne die betroffenen Eltern ankündigt.
Außerdem wird ein Moderator (Monsignore Dr. N. Zwergel) vorgeschlagen, der vor einigen Jahren selbst im Kuratorium des Kindergrabmales war und zudem in einem Dienstverhältnis als übergeordnet zu mir stand. Es sollte ein neutraler Coach sein, der nichts mit irgend einem der Systeme zu tun hat.


Wenn  am Freitag 11. Mai eine  Mail des OB mich erreicht, weil deren Inhalte für mich im Interesse der betroffenen Eltern nicht akzeptabel sind, ich diese klar und eindeutig beantworte (siehe untenstehende Mails), dann frage ich mich, warum an einem Tag ich per Mail diese Antwort und am nächsten Tag (sprich gleichen Tag mit der FR abgesprochen) der Inhalt des Artikels vom 13.Mai. herausgeht. Wird hier wieder mit doppelten Karten gespielt?


Ich empfinde diesen Runden Tisch, wie im Artikel dargestellt, wieder als "Wunschtisch" vom Stadtrat und in Besetzung mit den Personen und Organisationen, die seine Zielrichtung hervorbringen: das Kindergrabmal, wie vor 12 Jahren.



Ich fordere erneut einen Runden Tisch, aber ganz deutlich ohne diese Fülle an Gesprächspartner/innen sondern nur als Forum um die betroffenen Eltern (ob mit oder ohne Grab) ihre Bedürfnisse äußern zu können. Sie sollten dann in konkrete Vorschläge -in aller Offenheit, wie angekündigt- einfließen.
Wegen mir aus kann dann der im Artikel vorgeschlagene Runde Tisch mit allen möglichen Interessierten und Organisationen diese Vorschläge anschauen und Ihre Meinung dazu sagen.



Schade wäre, wenn der vor 12 Jahren eingeschlagene Weg nun zerredet würde.
Ich bleibe bei meiner Position mich als Anwalt der betroffenen Eltern zu sehen, auch wenn ich schon lange das Kindergrabmal auf eigenen Füßen stehend mir gewünscht hätte. Die "Fehler", die in der Zwischenzeit gemacht wurden, wurden von mir immer angeprangert, aber nie beachtet. Mir ist es ein Anliegen nun für die neue Elterngeneration am Kindergrabmal deren Bedürfnisse zu hören, sie zu sammeln und in einem Modellvorschlag in Kombination mit den bestehenden Elementen zu einem neuen Kindergrabmal mit einem neuen Konzept umzusetzen.

Werner Gutheil
P.S. liebe betroffene Eltern: es wäre schön, wenn Sie diese Forderung durch Mails bestätigen und unterstützen würden. Es geht um einen Runden Tisch, bei dem Ihre Bitten, Anliegen und Notwendigkeiten gesammelt und zu einem oder mehreren Lösungsvorschlägen zusammengefasst wurde.

Bitte mailen Sie mich direkt an: Werner.Gutheil@trauern-warum-allein.de an. Vielen Dank

FR 12.5.2012: Erste Schritte: Runder Tisch diskutiert über Kindergrabmal

Frankfurter Rundschau Ranneberg/ Dörhöfer

Im Streit über die Zukunft des Grabmals für fehlgeborene Kinder auf dem Hanauer Friedhof gibt es einen ersten Kompromiss. Die Friedhofskommission, die am Donnerstagnachmittag tagte, habe einen Runden Tisch eingerichtet, sagte Stadtsprecher Joachim Haas-Feldmann auf Anfrage. Dieser soll bis zum Herbst einen Vorschlag machen, wie das Grabmal und seine Umgebung gestaltet werden sollen.

Der Vorschlag wird in der Kommission vorberaten und dann in die parlamentarischen Gremien gegeben. Die nicht-öffentliche Beratung sei ergebnisoffen, betonte Haas-Feldmann. Auch eine Veränderung des Konzeptes sei möglich.

Keine Politiker

Moderiert wird der Runde Tisch vom ehemaligen katholischen Dechanten Norbert Zwergel. Dies sei ein Vorschlag von Stadtrat Axel Weiss-Thiel (SPD) gewesen, sagte Haas-Feldmann. An dem Runden Tisch sollen keine Politiker sitzen, auch Weiss-Thiel nicht. Er war vom Pfarrer Werner Gutheil, Diözesanseelsorger und Mitinitiator des Kindergrabmals, scharf für seinen Diskussionsstil angegriffen worden.

Von Gutheil war auch der Vorschlag für einen Runden Tisch gekommen. Er wollte Mitarbeiter der Krankenhäuser heraushalten, konnte sich damit aber nicht durchsetzen. Außer den Klinik-Vertretern nimmt Gutheil selbst für das Zentrum für Trauernde teil, zudem betroffene Eltern der Organisationen Himmelslichter und Initiative Regenbogen. Geladen sind zudem Sprecher der Kirchen und der Muslime sowie der Bildhauer des Grabmals, Volker Rode, und eine „psychologisch geschulte Person“. Ganz raus ist die Stadt nicht, ein Vertreter des Eigenbetriebs Grün ist dabei.

Hintergrund des Streits ist die Ankündigung der Stadt, die Gräber in der Nähe des Grabmals zu räumen oder zu verlegen, um so den ursprünglichen Charakter der Gedenkstätte wiederherzustellen. (ran./pam.)

Antwort Werner Gutheil am gleichen Tag: 11. 5. 2012

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
obgleich ich in terminlich verhindert war und heute nur kurz in die Mails geschaut habe, danke für die schnelle Reaktion auf die Friedhofskommissionsitzung. Ich gehe davon aus, dass dies u.a. das Ergebnis der gestrigen Sitzung ist.
Ich bin froh, dass Sie sich der Sache annehmen, weil ich -das machte auch meine Mail an Sie- Stadtrat Weiss-Thiel durch Vorabsprachen mit Herrn Lenz leider nicht mehr objektiv ist. Teilweise habe ich ihn so erlebt, leider in dieser Angelegenheit immer weniger.

Nun kurz zu Ihren Vorschlägen:
Eine Moderation durch Monsignore Dr. Zwergel, überhaupt eine Moderation durch jemand aus dem Hanauer Kontext halte ich für nicht gut. Konkret auch kirchliche Vertreter sind nicht gut, weil diese teilweise sehr unterschiedliche Moderationsformen haben. Bei Monsignore Dr. Zwergel sehe ich als sehr problematisch an, dass er damals im Spendenkuratorium für das Kindergrabmal war und zu dieser Zeit ich mit ihm in einem "Subsidiaritätsverhältnis" stand. Ich glaube nicht, dass er unparteiisch ist.
Meine Alternative wäre: ein völlig unabhängiger Moderator, ein Coach oder Konfliktmanager.

Was mir auffällt ist die fehlende Zielgruppe: es werden Kliniken und Kirchen, sowie Stadtverordnete genannt, nicht aber die Betroffenen.

Warum ich die Klinikvertreter und Klinikseelsorgern nicht für sinnvoll halte, ist die Tatsache, dass diese als Organisatoren und nicht als Betroffene dabei sind. Außerdem sitzen diese ja in den Gremien und haben so ein Mitspracherechte. Es wäre also Sinnvoll zunächst nur einen Forum für betroffene Eltern, wegen mir aus unter Beteiligung der weiblichen Stadtverordnetenmitglieder, wegen mir aus mit Rederecht.

Wichtig wäre vor einer politischen Entscheidung bei möglichen Veränderungen durch die Gremien nochmals die Eltern zu befragen und möglichst viel Öffentlichkeit zu haben, damit sich gerade betroffene Eltern dazu äußern können. Wenn Sie sich erinnern, haben wir dies vor 12 Jahren ebenfalls getan.

Zielsetzung dieses Runden Tisches sollte unbedingt sein den "Bedarf und die Wünsche" der betroffenen Eltern, überhaupt betroffener Eltern sein. Ich befürchte, dass diese sich sehr gegängelt fühlen, wenn sie im gleichen Boot mit Klinikseelsorge und kirchlichen Vertretern sitzen.
Wir sind in einer Säkularen Stadt, das Kindergrabmal ist Eigentum der Stadt Hanau (weltanschaulich neutral).
Ich schlage deshalb wirklich nur die betroffenen Eltern, unabhängig ob mit oder ohne Grab, sowie Herr Bildhauer Rode und ich (beide nur in der Rolle der "Beschreibung" dessen, was damals gedacht war).
Das bestehende Konzept sollte durch die Wünsche und Notwendigkeit der neuen, betroffenen Eltern ergänz werden. Damit sollte ein aktualisiertes Konzept entstehen.

Sie sagen richtig, wir haben vor 12 Jahren ein Beispielhaftes Kindergrabmal Bundesweit entstehen lassen. Dies ist in der Konzeption immer noch der Fall, auch wenn da und dort Teile unserer Konzeption übernommen wurden oder sogar weitergeführt wurden. Und dies ist genau der Punkt, dass die Eltern einen "Ort für sich und ihre Trauer als kreative Trauer" benötigen. Gleiches gilt für die Dauer! (Zehn Jahre waren damals nur theoretisch, heute zeigt es sich, dass es nicht ausreicht).

Ich teile Ihre Auffassung, dass wir sachlich weitergehen müssen, aber Eltern sind an diesem Punkt sehr verletzlich und können mit Sachlichkeit wenig anfangen. Meine Aufgabe ist es sich vor diese verletzen und betroffenen Eltern zu stellen. Das habe ich damals getan und tue es heute noch, um den Preis meiner Verletzlichkeit.

Am Montag will das Sekretariat von Herrn Stadtrat Weiss- Thiel sich zu einer Terminabsprache mit mir unter vier Augen melden. Ich halte es für Sinnvoll die Modalitäten und den Ablauf in diesem Gespräch mit Ihnen, sehr geehrter Herr Stadtrat, zu besprechen und dann gemeinsam an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich erwarte also den Anruf Ihrer Sekretärin wie angekündigt am Montag und hoffe auf einen kurzfristigen Termin, um eine gemeinsame Presseerklärung abzugeben.

Ihnen Herr Oberbürgermeister herzlich Dankend, und Herrn Weiss-Thiel und Herrn Feldes grüßend, verbleich ich Ihr

Werner Gutheil


11.5.2012 Oberbürgermeister kündigt einen "Runden Tisch" an

Auf die Mail vom 7. Mai wird am Freitag 11. Mai -nach der Friedhofskommisionssitzung- diese Antwortmail vom Oberbrürgermeister übermittelt.

Am Tag darauf  (Samstag, 12- Mai) folgt die Forderung nach einem Runden Tisch mit der Fülle an Gesprächspartnern (ohne die betroffenen Eltern):


Von: Kaminsky, Claus - OB [mailto:OB.ClausKaminsky@hanau.de]
Gesendet: Freitag, 11. Mai 2012 09:42
An: 'sascha.feldes@af-hanau.de'; Werner Gutheil

Sehr geehrter Herr Pfarrer Gutheil,
sehr geehrter Herr Feldes,

ich danke Ihnen für Ihre E-Mails vom 6. und 7. Mai.

Wie Sie wissen liegt mir das Hanauer Kindergrabmal sehr am Herzen.

Vor rund 12 Jahren haben wir hier in Hanau etwas Segensreiches für die betroffenen Eltern geschaffen.
Herr Pfarrer Gutheil hat sich hier - wie ich meine - mit seiner damaligen Initiative und seinem Tun verdient gemacht.

Ich habe allerhöchstes Interesse, dass sich nach diesem guten Anfang - mit dem wir im Übrigen nach meiner Wahrnehmung immer noch weitgehend im Vergleich mit anderen Kommunen allein stehen - das Kindergrabmal auch in den nächsten Jahren im Interesse der betroffenen Eltern weiterentwickelt.

Ich habe deshalb mit Herrn Stadtrat Weiss-Thiel als zuständigen Dezernenten ausführlich darüber gesprochen.
Seinen Vorschlag, der übrigens Ihren im Grundsatz aufgreift, einen runden Tisch unter Vorsitz von dem von uns allen hochgeschätzten Monsignore Dr. Zwergel einzurichten, um kontrovers diskutierte Punkte in guter und sachlicher Atmosphäre zu besprechen und zu entscheiden, begrüße ich uneingeschränkt.

Ihre Vorschläge, sehr geehrter Herr Pfarrer Gutheil, weibliche Stadtverordnete einzuladen, ihnen aber kein Rederecht zuzubilligen oder kategorisch Vertreter der Seelsorge des Klinikums Stadt Hanau und des St. Vinzenz Krankenhauses oder andere kirchliche Vertreter auszuschließen, vermag ich indes nicht beipflichten.

Ich bin gleichwohl zuversichtlich, dass wir mit dem Vorschlag meines Kollegen Weiss-Thiel und der offenen Diskussion einen guten Weg in die Zukunft finden werden.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen und Dank für Ihr Engagement

Ihr
Claus Kaminsky

Mail an Oberbürgeremeister Klaus Kaminsky am 7. Mai 2010

Bereitschaft von Sascha Feldes den Runden Tisch für betroffen Eltern zu moderieren

Von: sascha.feldes@af-hanau.de [mailto:sascha.feldes@af-hanau.de]
Gesendet: Montag, 7. Mai 2012 07:43
An: Kaminsky, Claus - OB
Cc: Werner Gutheil
Betreff: FW: öffentliche Mail zur voreiligen Friedhofskommissionssitzung am kommenden Donnerstag, 10. Mai Thema Kindergrabmalgestaltung

Guten Morgen sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
es würde mich als "betroffener Vater" sehr freuen wenn Sie diesen runden Tisch einberufen.
Sehr gerne bin ich bereit die Moderation zu übernehmen und dabei auf "meine eigenen Erfahrungen der letzten 8 Jahre" zurück zugreifen.
Ja, es ist ganz ganz wichtig, dass dieses Thema in "ruhe" mit den betroffenen Eltern besprochen wird - auch das eine eigene Erfahrung.
Es war und ist für meine Frau und mich sehr wichtig wie das Garb in Stuttgart aussieht und was wir damit machen.
Daher würde ich diesen runden Tisch auch gerne "neutral und außerhalb" aller Politik/Parteigrenzen sehen.
Sehr gerne stehe auch vorab für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen

Sascha Feldes


Mail an Oberbürgermeister Kaminsky am 6. Mai 2012

Werner Gutheil Mail an OB am 6. 5.2012: Forderung nach einem Runden Tisch der Betroffen und nicht eine Fülle an Organisationen

Hier zur Klarstellung und Richtigstellung, was für eine Art von Rundem Tisch gefordert wurde: ein Tisch der betroffenen Eltern:


Von: "Werner Gutheil" <Werner.Gutheil@trauern-warum-allein.de>
Gesendet: Sunday, May 6, 2012 21:52
An: ob.clauskaminsky@hanau.de
Cc: sascha.feldes@af-hanau.de
Betreff: öffentliche Mail zur voreiligen Friedhofskommissionssitzung am kommenden Donnerstag, 10. Mai Thema Kindergrabmalgestaltung

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

ich erlaube mir mich an Sie zu wenden, weil Herr Stadtrat Weiß-Thiel in Zusammenarbeit mit Herrn Lenz vom Eigenbetrieb Grün Taktisch das Problem der Kindergrabmalgestaltung "nach vorheriger Festlegung der Richtung" durch die Gremien "jagen will". Leider habe ich dies in der Arbeit im Kommission Eigenbetrieb Grün so erfahren. Zentrales Beispiel ist die Friedhofssatzung, die uns damals erst in der Sitzung vorgelegt wurde.



Jetzt geschieht das gleiche Muster.



Zuvor eine Richtigstellung zum Presseartikel in der FR am Samstag, 4.5.2012:
Herr Stadtrat Weiß-Thiel gesteht darin ein, er habe "gebrüllt" , weil ich gebrüllt habe. Dies stimmt, aber ich musste mich schützend vor die Eltern stellen, denn es ist gemäß seinem üblichen Muster das geschehen, was häufig
geschieht:

Es wurde in dieser Konkreten Sache (diesmal durch Herrn Steinbildhauer Rode) die Entstehung des Konzeptes so dargestellt, dass die jetzigen Eltern überhaupt nicht vorkommen. Anders gesagt: es kommt am Ende heraus, was am Beginn der Besprechung als Ausgangslage (von ihm und Herrn Lenz) festgelegt wurde.

Und da kann ich nicht schweigen, muss mich immer auf die Seite der Schwachen, der Eltern stellen. Das bin ich mir und den betroffen Eltern schuldig.

Dass ein Stadtrat, der auch noch Bürgermeister werden will einen Bürger, der sich engagiert dann anbrüllt, er würde mich gleich anbrüllen halte ich für unwürdig und dies auch noch rechtfertigt, er sei angebrüllt worden; das ist unprofessionell.

Ich bin in dieser Thematik nicht Hauptamtlicher sonder als Ehrenamtlicher mit fachlichem Hintergrund und lasse mich von einem aus meinen Steuermitteln bezahlten Berufspolitiker nicht behandeln.


Nun zum Sachverhalt und zu einem Vorschlag:



1) Der Marsch durch die Gremien (Friedhofsausschuss und Haupt- und
Finanzausschuss) sollte sofort gestoppt werden.

2) Vor weiteren Überlegungen sollten alle am Kindergrabmal betroffenen
Eltern angeschrieben und zu einem "Runden Tisch" eingeladen werden.


3) Dieser Runde Tisch sollte ergänzt werden durch betroffene Eltern,
die durch Presse dazu eingeladen (Öffentlichkeit)werden.

4) Eingeladen werden sollten auch alle weiblichen
Stadtverordnetenverteterinnen, die aber kein Rederecht bekommen.

5) Weitere Personen am Runden Tisch sollten nur Herr Rode und ich als
Vertreter des damaligen Kuratoriums sein, deren Aufgabe es ist zur Konzeption damals etwas zu berichten und nicht, warum es so geworden ist.
Fakt war und ist, dass -trotz Beteiligung von betroffenen Eltern- damals "ins Blaue" geplant wurde. Die betroffenen Eltern haben nur aus ihren Wünschen heraus sich geäußert. Außerdem waren damals "Anforderungen seitens des Friedhofsamtes" zu erfüllen, die teilweise unvereinbar mit den Wünschen der Betroffenen war.

6) Rederecht haben nur "direkt Betroffene und weitere Betroffenen", die
unter 3. genannt sind.

7) Weitere Personen und Interessenskreise dürfen nicht daran
teilnehmen, auch nicht Vertreter des Klinikums oder des St.
Vinzenzkrankenhauses, Vertreter der dortigen Seelsorgen oder anderer Kirchlicher Vertreter. Ebenfalls darf auch kein Vertreter des Friedhofs und vor allem des Eigenbetriebs Grün (insbesondere Herr Lenz) daran teilnehmen.
Das Kindergrabmal ist im Eigentum der Stadt. Es geht hier zunächst um eine politische Entscheidung, nicht eine Praktische Entscheidung.

8) Ziel dieses Runden Tisches:

a) Wünsche und Interessen der jetzigen Generation trauernder Eltern zu
sammeln (Brainstorming)

b) Diese Wünsche zu bearbeiten (in ein sinnvolles Konzept bringen) und

c) Dieses "neue Konzept" mit dem "alten Konzept" abzugleichen um so
ein "aktuelles Konzept"
eine Mischung aus dem, was vor 12 Jahren ins Blaue hinein entstand durch Realitätskontrolle auf einen aktuellen Stand zu bringen.

9) Moderation dieses Runden Tisches: Sascha Feldes der AF als
Stadtverordnetenmitglied und als betroffener Vater . Ihm steht das Recht zu ggf. Wortbeiträge zurückzuweisen, wenn zu viel Emotionalität aufkommt.

10) Nach diesem Runden Tisch sollte das Konzept (wie unter 8 a bis c
vorgesehen)

11) In einer 2. Runde sollte das "aktuelle Konzept" den betroffenen zur
weiteren Diskussion zur Verfügung gestellt werden und das Konzept in einem "Ortstermin" interessierten Bürgerinnen und Bürgern und der Presse vorgestellt werden.

12) Hauptziel: ein Überarbeitetes Konzept des vorhandenen Kindergrabmales
unter Einbeziehung der Wünsche und Notwendigkeit betroffener Eltern.

13) Erst dann sollte es den beiden Gremien vorgestellt werden, die ein
weitere Vorschläge einbringen können. Sollten diese wesentlich von dem Konzept abweichen, sollte es wieder in den Runden Tisch zurückverwiesen werden.

Sehr geehrter Oberbürgermeister,
Sie wundern sich über diesen vielleicht etwas umständlichen Weg. Eigentlich haben wir diesen Weg auch damals so beschritten und deshalb auch eine vor 12 Jahren sehr gute Konzeption erstellen können. Sie erinnern sich, dass wir damals in den Medien bundesweite Anerkennung bekommen haben. Die Initiative Regenbogen hat das Kindergrabmal als "Gedenk und Grabstätte" sogar ausgezeichnet.

Damals wollten Sie als Bürgermeister "keine politische Debatte", nun haben Sie diese durch Ihre eigenen Magistratsmitglieder (leider auch durch kirchliche Vertreter). Ein Herr Lenz und sein Verhalten sind zudem für mich als durchaus engagierter ehrenamtlicher Bürger dieser Stadt empörend und beleidigen! Ich stehe zu dem, was ich im Artikel der FR gesagt habe, dass hierhinter ein Muster besteht. Die von Ihnen nach meinem Ausscheiden aus der Friedhofskommission(2009) gemachte Aussage "ich könnte auch als fachkundiger Bürger durch den Magistrat hinzu berufen werden" sei nach Aussagen von Herrn Stadtrat Weiß-Thiel "gar nicht möglich". Werden hier Regularien so genutzt, wie man sie gerne hätte. Auch hier stehe ich zu meiner Aussage, dass ich den Eindruck habe, die Gremien würden sehr gerne mit "angepassten Mitgliedern" besetzt.
Verstehen Sie meinen Vorschlag als Beitrag zu einer politischen Kultur, die vor allem betroffene Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt und weit darüber hinaus hilft. Außerdem möchte ich Hanau in seiner bislang positiven Friedhofskultur zu einer weitverbreiteten Bedeutung verhelfen.

Sie erhalten diese Mail, die ich gleichzeitig an Herrn Feldes (AF) maile.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Gutheil, Diözesanseelsorger für Trauernde im Bistum Fulda


Frankfurter Rundschau 8.5. 2012 : Seelsorger schlägt runden Tisch vor

von Pamila Dörhöfer

Im Disput um das Kindergrabmal wendet sich Werner Gutheil jetzt an den Oberbürgermeister
In der seit Monaten anhaltenden Kontroverse um die Gestaltung des Kindergrabmals auf dem Hauptfriedhof hat Diözesanseelsorger Werner Gutheil, einer der Initiatoren dieser Grabstätte, nun Vorschläge für das weitere Vorgehen gemacht. Unmittelbar zuvor war der Streit zwischen Gutheil und dem zuständigen Dezernenten Axel Weiss-Thiel (SPD) eskaliert. Der Seelsorger warf dem Stadtrat schlechten Stil vor; dieser konterte, Gutheil habe ihn zuerst angeschrien. Der Seelsorger hat daraufhin am Sonntagabend einen überaus emotionalen Brief an Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) geschrieben. Einen ihn anbrüllenden Stadtrat halte er für „unwürdig“. Er, Gutheil, habe sich „schützend vor die Eltern“ gestellt. Zudem sei er „Ehrenamtlicher mit fachlichem Hintergrund“ und lasse sich so „von einem aus meinen Steuermitteln bezahlten Berufspolitiker nicht behandeln“.
Kein „Marsch durch Gremien“
Hintergrund der Diskussion sind Pläne der Stadt, die Gräber der fehlgeborenen Kinder nach zehn Jahren Ruhezeit neu zu belegen – und die von den Eltern mit vielen persönlichen Dingen geschmückten Reihengräber am Rand der Anlage zu räumen, da sie im ursprünglichen Entwurf so nicht vorgesehen waren.
In seinem Schreiben an den Oberbürgermeister fordert Gutheil, den vorgesehenen „Marsch durch die Gremien“ zu stoppen (das Thema soll im Haupt- und Finanzausschuss und in der Friedhofskommission besprochen werden). Stattdessen solle zu einem runden Tisch eingeladen werden – mit dem Ziel, am Ende ein überarbeitetes Konzept für das Kindergrabmal vorzulegen.
Daran teilnehmen sollen nach Vorstellung von Gutheil betroffene Eltern und alle weiblichen Stadtverordneten, „die aber kein Rederecht bekommen“ – außerdem der Steinbildhauer Volker Rode und er selbst, beide als Vertreter des Kuratoriums, das vor zwölf Jahren die Konzeption des Kindergrabmals erarbeitet hatte. Vertreter der Krankenhäuser und der Kirchen will Gutheil ausgeschlossen sehen.
Moderiert werden soll dieser runde Tisch von Sascha Feldes, der für die „Alternative Fraktion“ im Hanauer Parlament ist und selbst ein betroffener Vater ist. Feldes hat gestern in dieser Sache ebenfalls einen Briefe an den Oberbürgermeister geschrieben und darin für die Einrichtung eines solchen runden Tisches plädiert. Es sei wichtig, dass dieses Thema „in Ruhe“ mit den betroffenen Eltern besprochen werde.

Frankfurter Rundschau vom 4.5.2012: Streit mit Stadtrat Weiss-Thiel über die Neugestaltung des Kindergrabmals

Seelsorger fühlt sich schlecht behandelt

Frankfurter Rundschau 4.5.2012
von Wiebke Rannenberg


Die Diskussion über die Zukunft des Grabmals für fehlgeborene Kinder auf dem Friedhof wird schärfer. Diözesanseelsorger Werner Gutheil wirft Stadtrat Axel Weiss-Thiel (SPD) vor, ihn schlecht zu behandeln und vorzuführen. Zudem sei ihm jetzt die Einladung zur Diskussion über das Grabmal in der Friedhofskommission nur mit Wochenfrist zugestellt worden. Das sei zu kurzfristig, entspreche aber dem schlechten Stil von Weiss-Thiel. Weiss-Thiel und Friedhofsleiter Bernd Lenz wollten in den zuständigen Kommissionen „nur konforme Mitglieder“ sitzen haben, sagt Gutheil, der sich als Anwalt für die betroffenen Eltern sieht.

Weiss-Thiel wies gegenüber der Frankfurter Rundschau die Vorwürfe zurück. Er räumte aber ein, dass er während des letzten Treffens „kurz laut geworden“ sei. Das sei eine Reaktion darauf gewesen, dass zuerst Gutheil geschrien habe – obwohl sie zusammen mit Eltern am Kindergrabmal gestanden hätten. Hintergrund des Streites ist die Ankündigung der Stadt, die Gräber in der Nähe des Grabmals zu räumen oder zu verlegen, um so den ursprünglichen Charakter der Gedenkstätte wiederherzustellen. Auch die in den Boden eingelassenen steinernen Sterne mit den Namen der toten Kinder sollen nach zehn Jahren Ruhezeit neu belegt werden. Gutheil sieht zwar, dass sich der ursprüngliche Charakter des Grabmals verändert hat, plädiert aber dafür, diese Entwicklung als Wunsch der Eltern anzunehmen.

Das Parlament hatte auf Initiative der Alternativen Fraktion Ende März beschlossen, das Thema in die Kommission und den Haupt- und Finanzausschuss zu verweisen. Zu der Kommissionssitzung seien nun die Mitglieder des damaligen Gründungskuratoriums des Kindergrabmals eingeladen worden, darunter auch Gutheil, sagt Weiss-Thiel. Früher war Gutheil für die katholische Kirche in der Kommission, inzwischen hat die Kirche einen anderen Vertreter ausgesucht. Gutheil sagt, ihm sei von der Stadt zugesagt worden, dass er als sachkundiger Bürger dennoch bleiben könne. Weiss-Thiel widerspricht: Das erlaubten die Regularien nicht.

Gerne nehmen wir Ihre Meinung dazu in der Debatte auf:

Werner.Gutheiol@trauern-warum-allein.de

weitere Artikel:

Bistumszeitungen nehmen Kritik des Diözesanseelsorgers für Trauernde auf: „Zehn Jahre reichen nicht." Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion der Kirchenzeitungen "Glaube und Leben, Der Sonntag, Bonifatiusbote" Ausgabe 13:

Weitere Ehrenamtliche aus dem Trauerzentrum Rhönstraße 8 in Hanau bei E-Card am 4. Juni 2012 dabei

am  Montag, 4. Juni 2012 werden weitere Ehrenamtliche aus dem Trauerzentrum Rhönstraße 8 in Hanau mit der Ehrenamts-Card  (E-Card) ausgezeichnet. Landrat Ehrich Pipa nimmt die Verleihung persönlich im Kreistagssaal des Main-Kinzig-Fourums, Barbarossastraße 24 ind Gelnhausen vor. Nutzer der E-Card haben verschiedenste Vergüngstigungen, nicht nur im MKK, sondern in ganz Hessen.

Ehrenamtscard für etwa 20 Personen aus dem Trauerzentrum

2011 und 2012 wurden durch den Oberbürgermeister

der Stadt Hanau und den Landrat des Main-Kinzig-Kreises insgesamt über 20 Ehrenamtskarten an Mitarbeiter/innen

des Trauerzentrums verliehen.

Auf dem Foto von links:

Erika Gutheil, Tatjana und Dieter Kuske

(für die Trauernden Eltern und Kinder e.V. MKK/Hessen), Landrat Erich Pipa sowie Christel Korn, der es zu verdanken ist, dass die Regenbogengruppe vor einigen Jahren den Ehrenamtspreis verliehen bekommen hat.


** Skandal: bundesweit nur 35.000 BundesFreiwilligenDienstler (Bufdis)

Appell an Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Tauber, sich für die Einrichtung weiterer Stellen, insbesondere im Trauerzentrum Hanau, Rhönstraße 8, einzusetzen.

Trauerarbeit im Bistum Fulda

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Fax: 06181 / 42 898 55


Geschäftsstelle - Zentrum für Trauernde

Rhönstraße 8
63450 Hanau


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